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Glossar

Die Sprache der Geldanlage, verständlich erklärt

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Aktives Management

Definition:

Anlageansatz, bei dem Wertpapiere gezielt ausgewählt und gewichtet werden, um die Wertentwicklung eines Vergleichsindex zu übertreffen.

Relevanz:

Mit aktivem Management haben Anleger die Chance, besser abzuschneiden als der Markt, tragen aber auch das Risiko, hinter ihm zurückzubleiben. Dafür zahlen sie in der Regel höhere Kosten als für einen ETF. Das kann ein einzelner Fonds sein, dessen Manager Aktien oder Anleihen auswählt, oder ein ganzes Portfolio, dessen Verwalter über Fonds, Anlageklassen und deren Gewichtung entscheidet. Bei LIQID wird CORE Select aktiv gesteuert und enthält neben ETFs auch aktiv verwaltete Fonds.

Alternative Investments

Definition:

Sammelbegriff für Anlageklassen wie Private Equity, Infrastruktur, Immobilien, Rohstoffe und Hedgefonds, die neben Aktien, Anleihen und Liquidität stehen.

Relevanz:

Anleger nutzen Alternative Investments vor allem, um ein Portfolio breiter zu streuen: Deren Erträge hängen oft von anderen Faktoren ab als die von Aktien und Anleihen. Die Gruppe ist uneinheitlich: Rohstoff-ETCs oder Hedgefonds lassen sich meist regelmäßig handeln, während Private-Equity- und Infrastrukturfonds auf viele Jahre angelegt sind und sich vor Laufzeitende in der Regel nicht oder nur eingeschränkt verkaufen lassen. In der Vergangenheit erzielten Private-Markets-Anlagen Renditen, die über denen des globalen Aktienmarkts lagen oder ihnen entsprachen. Bei LIQID sind Alternative Investments über die Private-Markets-Fonds der Produktfamilien NXT und PRO zugänglich.

Anlageberatung

Definition:

Wertpapierdienstleistung, bei der ein Institut einem Kunden Finanzinstrumente empfiehlt, die auf dessen persönliche Umstände abgestimmt sind, und der Kunde selbst entscheidet.

Relevanz:

Für Anleger heißt das: Der Berater muss dafür sorgen, dass seine Empfehlung zu ihren Zielen, ihrer Risikotoleranz und ihrer Fähigkeit passt, Verluste zu tragen. Vor dem Geschäftsabschluss erhalten Privatkunden eine Geeignetheitserklärung, die festhält, wie die Empfehlung auf sie abgestimmt ist. Diese Erklärung hat 2018 das frühere Beratungsprotokoll abgelöst. Wird die Beratung über Provisionen des Produktanbieters bezahlt, muss der Berater diese Provisionen offenlegen, während bei der Honorar-Anlageberatung der Kunde den Berater direkt vergütet.

Anlagehorizont

Definition:

Zeitraum, über den ein Anleger sein Kapital voraussichtlich angelegt lassen kann, ohne darauf zugreifen zu müssen.

Relevanz:

Je länger der Anlagehorizont ist, desto eher können Anleger zwischenzeitliche Kursverluste aussitzen und einen größeren Teil ihres Vermögens in schwankungsreichen Anlagen wie Aktien halten, die langfristig meist mehr abgeworfen haben als schwankungsärmere Anlagen. Wer das Geld dagegen in wenigen Jahren braucht, riskiert, zu einem ungünstigen Zeitpunkt verkaufen zu müssen. Bei LIQID ist für CORE Select zum Beispiel eine Anlagedauer von mindestens drei Jahren empfohlen.

Anlagevorschlag

Definition:

Empfehlung eines Vermögensverwalters oder Beraters, wie ein bestimmter Betrag passend zum Anlegerprofil auf Anlageklassen und Produkte verteilt werden soll.

Relevanz:

Für Anleger ist der Anlagevorschlag die Grundlage der Entscheidung: Er zeigt vor Vertragsschluss, welche Strategie, welches Risiko und welche Kosten mit der Anlage verbunden wären. Verbindlich wird er erst, wenn der Anleger ihn annimmt. Bei LIQID entsteht der Anlagevorschlag aus einem wissenschaftlich fundierten Anlegertest, dessen Verfahren von BhFS stammt, einer Ausgründung der Universitäten Zürich und St. Gallen, und der unter anderem die Einstellung zu Verlusten und Schwankungen erfasst. Der Vorschlag ist kostenlos und unverbindlich und zeigt eine Projektion der erwarteten Rendite. Anlagebetrag, Anlagehorizont, Anlagestil und Risikoklasse lassen sich später jederzeit kostenlos ändern.

Anlegerprofil

Definition:

Zusammenfassung der Ziele, finanziellen Verhältnisse, Risikotoleranz sowie Kenntnisse und Erfahrungen eines Anlegers, auf deren Grundlage eine geeignete Anlage bestimmt wird.

Relevanz:

Für Anleger entscheidet das Anlegerprofil darüber, welche Produkte und wie viel Risiko für sie infrage kommen. Anlageberater und Vermögensverwalter müssen die Angaben einholen, bevor sie eine Anlage empfehlen oder verwalten, und dabei auch klären, ob der Anleger Verluste tragen kann. Bei LIQID wird das Anlegerprofil im Anlegertest ermittelt, der ein Verfahren von BhFS nutzt.

Anteilsklasse

Definition:

Variante eines Investmentfonds, die sich bei gleichem Portfolio in Kosten, Mindestanlage, Ertragsverwendung oder Währung von den übrigen unterscheidet.

Relevanz:

Für Anleger kann die Wahl der Anteilsklasse die Rendite spürbar verändern, obwohl alle Klassen in dieselben Wertpapiere investieren. Anteilsklassen für institutionelle Anleger verlangen meist hohe Mindestanlagen und sind dafür günstiger als die für Privatanleger. Bei LIQID investiert CORE Select in institutionelle Anteilsklassen, die Privatanlegern sonst nicht zugänglich sind.

Ausgabeaufschlag

Definition:

Einmalige Gebühr beim Kauf von Fondsanteilen, berechnet als Prozentsatz des Anteilswerts und zusätzlich zu diesem zu zahlen.

Relevanz:

Für Anleger schmälert der Ausgabeaufschlag die Rendite vom ersten Tag an: Bei einem Aufschlag von 5 % muss der Fonds erst um 5 % steigen, bevor der Anleger seinen Einsatz wieder hereingeholt hat. Der Aufschlag fließt meist an den Vertrieb, etwa die Bank. Beim Kauf über die Börse, wie bei ETFs üblich, fällt in der Regel keiner an. Bei LIQID fallen in den CORE und SAVE Portfolios keine Ausgabeaufschläge an. Bei einigen Anteilsklassen der PRO Fonds wird eine Initialgebühr von 1 % der Kapitalzusage erhoben.

BhFS

Definition:

Schweizer Unternehmen, das Erkenntnisse der Behavioural Finance in Beratungsmodelle und Verfahren zur Ermittlung individueller Anlegerprofile umsetzt.

Relevanz:

Für Anleger bedeutet ein Verfahren von BhFS, dass neben ihren Vermögensverhältnissen auch ihre Einstellung zu Verlusten und Schwankungen in die Anlageempfehlung einfließt. BhFS entstand 2007 als Ausgründung der Universitäten Zürich und St. Gallen. Bei LIQID beruht der Anlegertest, aus dem sich das Anlegerprofil ableitet, auf dem Verfahren von BhFS.

Blue Chip

Definition:

Aktie eines großen, etablierten Unternehmens mit hoher Marktkapitalisierung und regem Handel, das meist in einem Leitindex vertreten ist.

Relevanz:

Wer einen breit gestreuten ETF hält, ist zu einem großen Teil in Blue Chips investiert, weil die meisten Indizes ihre Bestandteile nach Marktkapitalisierung gewichten. Zu den Blue Chips zählen in den USA etwa Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta, in Deutschland SAP, Siemens, Allianz, BASF und Volkswagen. Der Begriff beschreibt Größe und Bekanntheit, nicht Sicherheit: Auch Blue Chips können stark an Wert verlieren.

Börsenindex

Definition:

Kennzahl, die die Wertentwicklung ausgewählter Wertpapiere eines Marktes, einer Region oder einer Branche nach festen Regeln zusammenfasst und Märkte so vergleichbar macht.

Relevanz:

Für Anleger ist ein Börsenindex Maßstab und Anlagemöglichkeit zugleich: An ihm messen sie die Entwicklung eines Marktes, und über ETFs, die ihn nachbilden, können sie in ihn investieren. Der Index selbst ist dabei nicht direkt investierbar. Kursindizes bilden nur Kursbewegungen ab, während Performanceindizes wie der DAX zusätzlich reinvestierte Dividenden berücksichtigen. Bei LIQID bilden ETFs auf breite Aktien- und Anleiheindizes den Kern der CORE Global und CORE Future Portfolios.

Call-Option

Definition:

Finanzderivat, das seinem Inhaber das Recht gibt, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis zu kaufen – bis zu einem bestimmten Termin oder an diesem Tag.

Relevanz:

Anleger nutzen Call-Optionen, um mit wenig Kapitaleinsatz auf steigende Kurse zu setzen: Steigt der Basiswert über den festgelegten Preis (Ausübungspreis), gewinnt die Option prozentual deutlich stärker an Wert als der Basiswert selbst. Bleibt der Kurs bis zum Ende der Laufzeit darunter, verfällt die Option wertlos: Der Käufer verliert den gezahlten Optionspreis (Prämie) vollständig, aber nicht mehr. Oft wird statt der Lieferung des Basiswerts nur die Differenz zwischen Kurs und Ausübungspreis ausgezahlt.

Verwandte Begriffe:

Corporate Governance

Definition:

Ordnungsrahmen aus Gesetzen, Regeln und Grundsätzen, nach dem ein Unternehmen geleitet und überwacht wird.

Relevanz:

Für Anleger zeigt die Corporate Governance, wie gut ihre Interessen als Eigentümer gegenüber dem Management geschützt sind. Gute Corporate Governance erkennt man etwa an einer unabhängigen Aufsicht, transparenter Berichterstattung, einem angemessenen Umgang mit Risiken und einer Vergütung, die sich an langfristigen Zielen ausrichtet. In Deutschland fasst der Deutsche Corporate Governance Kodex die Standards für börsennotierte Gesellschaften zusammen. Als „G“ in ESG fließt Corporate Governance zudem in viele Nachhaltigkeitsratings ein.

Verwandte Begriffe:

Dachfonds

Definition:

Investmentfonds, der das Kapital seiner Anleger in andere Fonds statt direkt in Wertpapiere oder Unternehmen investiert.

Relevanz:

Für Anleger bietet ein Dachfonds mit einer einzigen Anlage eine breite Streuung über mehrere Fonds und deren Manager. Dafür fallen Kosten auf zwei Ebenen an: beim Dachfonds selbst und bei den Zielfonds, in die er investiert. Im Private-Equity-Bereich öffnen Dachfonds den Zugang zu Fonds, deren Mindestzeichnungssummen für einzelne Anleger sonst meist zu hoch wären. Bei LIQID ist Private Equity PRO als Dachfonds aufgebaut, der in mehrere Private-Equity-Zielfonds investiert.

Depot

Definition:

Konto bei einer Bank oder einem Wertpapierinstitut, auf dem die Wertpapiere eines Kunden verwahrt und verwaltet werden.

Relevanz:

Für Anleger ist ein Depot die Voraussetzung, um Aktien, Anleihen oder Fonds zu kaufen und zu halten. Die Wertpapiere darin bleiben Eigentum des Kunden und fallen bei einer Insolvenz der verwahrenden Bank nicht in die Insolvenzmasse. Bei LIQID übernimmt Upvest, ein von der BaFin beaufsichtigtes Wertpapierinstitut, die Verwahrung und den Handel der Wertpapiere in den SAVE, CORE und NXT Portfolios. Die Wertpapiere selbst liegen bei Depotbanken wie der Deutschen Bank und BNP Paribas.

Devisen

Definition:

Forderungen und Guthaben in ausländischer Währung, vor allem Buchgeld auf Bankkonten.

Relevanz:

Für Anleger werden Devisen relevant, sobald sie außerhalb des Euroraums investieren. Schwankt der Wechselkurs, ändert sich der Wert der Anlage in Euro, auch wenn ihr Kurs in der Fremdwährung gleich bleibt. Gehandelt werden Devisen stets in Paaren, etwa Euro gegen US-Dollar, zum jeweils aktuellen Wechselkurs. Bei LIQID sichert SAVE Income alle Fremdwährungspositionen vollständig in Euro ab.

Diversifizierung

Definition:

Grundprinzip der Portfoliokonstruktion, bei dem Kapital über Anlageklassen, Regionen und Sektoren verteilt wird, um das Gesamtrisiko zu senken, ohne die erwartete Rendite gleichermaßen zu schmälern.

Relevanz:

Für Anleger bedeutet Diversifizierung, dass andere Anlagen mit abweichender Wertentwicklung die Verluste einzelner Positionen auffangen können. Über die Wirkung der Streuung entscheidet deshalb nicht die Zahl der Positionen, sondern wie unterschiedlich sie auf dieselben Ereignisse reagieren (Korrelation). Schwankungen, die den gesamten Markt erfassen, lassen sich durch Streuung allerdings nicht beseitigen. Bei LIQID ist die breite Streuung über Anlageklassen, Regionen sowie öffentliche und private Märkte eines der acht Smart-Money-Prinzipien.

ETC

Definition:

Börsengehandelte Schuldverschreibung, deren Wert die Preisentwicklung eines Rohstoffs oder Rohstoffindex abbildet.

Relevanz:

Für Anleger sind ETCs ein einfacher Weg, über die Börse in Rohstoffe wie Gold oder Öl zu investieren, ohne den Rohstoff selbst lagern zu müssen. Weil es sich rechtlich um Schuldverschreibungen und nicht um Fonds handelt, tragen Anleger das Ausfallrisiko des Emittenten, weshalb viele ETCs mit dem physischen Rohstoff besichert sind. Wie ETFs bieten ETCs einen einfachen, kostengünstigen und weitgehend transparenten Zugang zum Rohstoffmarkt und sind hoch liquide. Bei LIQID setzen CORE Global, CORE Future und CORE Select auch ETCs ein.

Verwandte Begriffe:

Einlagensicherung

Definition:

Schutzsystem, das Guthaben von Bankkunden bis zu einer festgelegten Höhe erstattet, wenn eine Bank sie nicht mehr auszahlen kann.

Relevanz:

Für Anleger ist entscheidend, was geschützt ist: Die gesetzliche Einlagensicherung deckt Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten bis 100.000 € pro Kunde und Bank. Wertpapiere im Depot fallen nicht darunter, weil sie Eigentum des Kunden bleiben und bei einer Insolvenz der Bank nicht zur Insolvenzmasse gehören. Bei LIQID verwahrt Upvest die Wertpapiere als Sondervermögen im Namen des Kunden, sodass sie nicht auf die Einlagensicherung angewiesen sind. Barmittel auf Treuhandkonten bei Partnerbanken von Upvest, derzeit der Deutschen Bank und ABN AMRO, sind gesetzlich bis 100.000 € je Kunde und Bank geschützt, für Privatpersonen zusätzlich über den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bankenverbands bis 3 Mio. € je Institut.

Verwandte Begriffe:

Einzeldepot

Definition:

Wertpapierdepot mit nur einem Inhaber, der allein darüber verfügt.

Relevanz:

Für Anleger bedeutet ein Einzeldepot: Nur der Inhaber oder von ihm Bevollmächtigte können Aufträge erteilen, und die Erträge werden steuerlich allein ihm zugerechnet. Im Erbfall fällt das Depot in den Nachlass des Inhabers. Bei LIQID lassen sich neben Einzeldepots auch Gemeinschafts- und Firmendepots sowie Depots für Minderjährige eröffnen.

Emission

Definition:

Ausgabe neuer Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen durch ein Unternehmen oder einen Staat, um Kapital aufzunehmen.

Relevanz:

Bei einer Emission können Anleger Wertpapiere direkt beim Emittenten zeichnen, bevor sie an der Börse gehandelt werden. Bei Aktien wird der Ausgabepreis oft im Bookbuilding-Verfahren ermittelt: Innerhalb einer vorab festgelegten Preisspanne geben Investoren Gebote ab, aus denen sich der endgültige Preis ergibt. Liegt der erste Börsenkurs über dem Ausgabepreis, spricht man von einem Zeichnungsgewinn.

Verwandte Begriffe:

Federal Reserve

Definition:

Zentralbanksystem der USA, das stabile Preise und hohe Beschäftigung anstrebt und dafür vor allem den Leitzins steuert.

Relevanz:

Für Anleger gehören die Zinsentscheide der Federal Reserve (Fed) zu den wichtigsten Marktereignissen: Sie wirken weltweit auf Anleiherenditen, Aktienkurse und den Kurs des US-Dollars. Die Fed besteht aus dem Board of Governors in Washington, zwölf regionalen Federal Reserve Banks und dem Offenmarktausschuss (FOMC). Der Leitzins der Fed ist die Federal Funds Rate, für die sie ein Zielband festlegt.

Verwandte Begriffe:

Festgeld

Definition:

Bankeinlage, bei der ein Betrag für eine vorab vereinbarte Laufzeit zu einem unveränderlichen Zinssatz angelegt wird.

Relevanz:

Für Anleger steht der Zinsertrag von Beginn an fest, dafür ist das Geld bis zum Ende der Laufzeit in der Regel nicht verfügbar. Übliche Laufzeiten reichen von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Guthaben sind bis 100.000 € pro Kunde und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Bei LIQID ist SAVE Income eine flexible Alternative zum Festgeld: ein Portfolio ohne Mindestlaufzeit, das aktiv in Geldmarkt- und Anleihefonds investiert. Seine erwartete Rendite nach Kosten liegt bei 2,8 % p. a. und ist anders als der Festgeldzins nicht garantiert.

Fonds

Definition:

Gemeinschaftliches Vermögen, in dem eine Kapitalverwaltungsgesellschaft das Geld vieler Anleger bündelt und nach einer festgelegten Strategie investiert.

Relevanz:

Für Anleger ermöglicht ein Fonds schon mit kleineren Beträgen eine breite Streuung, etwa über Aktien, Anleihen, Immobilien oder alternative Anlagen. Mit einem Anteil werden Anleger Miteigentümer des Fondsvermögens und zahlen für die Verwaltung eine laufende Gebühr. Als Sondervermögen ist das Fondsvermögen bei einer Insolvenz der Kapitalverwaltungsgesellschaft geschützt. Kursverluste, Fehlentscheidungen des Managements und zu hohe Kosten tragen die Anleger aber selbst. Bei LIQID investieren die SAVE und CORE Portfolios in ETFs und andere Fonds, CORE zusätzlich in ETCs.

Fondsgesellschaft

Definition:

Unternehmen, das Investmentvermögen auflegt, verwaltet und über dessen Anlagestrategie und Kosten entscheidet.

Relevanz:

Für Anleger ist die Fondsgesellschaft der Anbieter des Fonds: Sie vertreibt die Anteile und nimmt sie zurück. Das Geld der Anleger gehört nicht zum Vermögen der Fondsgesellschaft, sondern zu einem getrennten Sondervermögen. Wer Fondsanteile über die Börse statt direkt bei der Fondsgesellschaft kauft, kann oft den Ausgabeaufschlag sparen.

Free Float

Definition:

Anteil der Aktien eines Unternehmens, der breit gestreut bei vielen Anlegern liegt und frei an der Börse gehandelt wird.

Relevanz:

Für Anleger zeigt der Free Float, wie liquide eine Aktie ist: Je kleiner er ist, desto dünner ist meist der Handel und desto stärker kann eine einzelne Order den Kurs bewegen. Nicht zum Free Float zählen etwa Aktienpakete von Gründerfamilien, strategischen Investoren oder dem Staat, die langfristig gehalten werden. Viele Indexanbieter gewichten eine Aktie nur mit der Marktkapitalisierung ihres Free Floats. Unternehmen mit großem Festbesitz sind in Indizes und damit in ETFs deshalb schwächer vertreten.

Freistellungsauftrag

Definition:

Auftrag an eine Bank oder ein Wertpapierinstitut, Kapitalerträge bis zu einem bestimmten Betrag ohne Abzug der Kapitalertragsteuer auszuzahlen.

Relevanz:

Für Anleger sorgt der Freistellungsauftrag dafür, dass der Sparer-Pauschbetrag sofort berücksichtigt wird und nicht erst über die Steuererklärung. Der Sparer-Pauschbetrag liegt bei 1.000 € im Jahr, für zusammen veranlagte Ehepaare bei 2.000 €. Wer Konten oder Depots bei mehreren Instituten hat, kann den Pauschbetrag auf sie aufteilen, darf insgesamt aber nicht mehr freistellen. Bei LIQID erteilen Kunden den Freistellungsauftrag direkt in der LIQID App oder im LIQID Dashboard.

Futures

Definition:

Börsengehandelter Terminkontrakt, der beide Vertragsparteien verpflichtet, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis an einem bestimmten Tag abzunehmen oder zu liefern.

Relevanz:

Anleger und Fonds nutzen Futures vor allem, um sich gegen Kursschwankungen von Aktienindizes, Rohstoffen oder Währungen abzusichern oder mit wenig Kapitaleinsatz auf deren Entwicklung zu setzen. Anders als bei einer Option sind beide Seiten verpflichtet: Der Käufer verliert im Extremfall den gesamten Terminpreis, wenn der Basiswert auf null fällt. Der Verkäufer trägt dagegen ein theoretisch unbegrenztes Verlustrisiko, wenn der Basiswert steigt. Gewinne und Verluste werden täglich abgerechnet: Wer im Minus liegt, muss laufend Sicherheitsleistungen (Margin) nachschießen.

Verwandte Begriffe:

Gemeinschaftsdepot

Definition:

Wertpapierdepot mit mehreren Inhabern, etwa Ehe- oder Lebenspartnern oder Geschwistern.

Relevanz:

Für Anleger ist entscheidend, wie die Inhaber über das Depot verfügen dürfen: Beim Oder-Depot kann jeder allein Aufträge erteilen, beim Und-Depot nur alle gemeinsam. Steuerlich werden die Erträge den Inhabern anteilig zugerechnet. Bei LIQID lässt sich ein Depot auch als Gemeinschaftsdepot führen, und jeder Inhaber kann allein gegenüber LIQID auftreten.

Verwandte Begriffe:

Geschlossener Fonds

Definition:

Investmentfonds, der Kapital nur in einer begrenzten Zeichnungsphase einsammelt und Anteile vor Ende seiner Laufzeit in der Regel nicht zurücknimmt.

Relevanz:

Für Anleger ist das Kapital in einem geschlossenen Fonds über viele Jahre gebunden: Ein vorzeitiger Ausstieg ist meist nur über einen Verkauf an andere Anleger möglich, oft mit Abschlag. Typisch ist diese Fondsform für Private Equity, Immobilien oder Infrastruktur, deren Investitionen selbst lange laufen. Offene Fonds geben dagegen auch später noch neue Anteile aus. Bei LIQID sind die PRO Fonds geschlossen und laufen zehn bis zwölf Jahre, die NXT Fonds sind dagegen semi-liquide ELTIFs.

Greenwashing

Definition:

Irreführende Darstellung, durch die ein Unternehmen oder ein Finanzprodukt umweltfreundlicher oder nachhaltiger erscheint, als es tatsächlich ist.

Relevanz:

Für Anleger ist Greenwashing vor allem bei nachhaltigen Fonds ein Risiko, denn ein grüner Name sagt noch nicht, nach welchen Kriterien ein Fonds seine Anlagen auswählt. Mit der Offenlegungsverordnung (SFDR) verpflichtet die EU Fondsanbieter deshalb, darzulegen, wie sie Nachhaltigkeit berücksichtigen. Der Begriff setzt sich aus „green“ für Umweltschutz und „washing“ im Sinne von Reinwaschen zusammen. Er richtet sich häufig gegen Unternehmen, deren Geschäft ökologisch problematisch ist, die aber einzelne Umweltprojekte öffentlichkeitswirksam herausstellen. Bei LIQID stützt sich die Fondsauswahl für CORE Future nicht allein auf die Einstufung durch die Fondsanbieter: Das Institut für Vermögensaufbau bewertet die eingesetzten Fonds quartalsweise anhand ihrer tatsächlichen Investitionen.

Hausse

Definition:

Längere Börsenphase mit kräftig steigenden Kursen auf breiter Front.

Relevanz:

Für Anleger ist eine Hausse kein verlässliches Signal für den richtigen Einstiegszeitpunkt, denn wie lange sie anhält, lässt sich im Voraus nicht bestimmen. Eine feste Schwelle für eine Hausse gibt es nicht: Oft spricht man von einem Bullenmarkt, wenn ein Index mehr als 20 % über seinem letzten Tief liegt.

Hebel

Definition:

Effekt, durch den ein Finanzprodukt die Kursbewegungen seines Basiswerts verstärkt nachbildet, nach oben wie nach unten.

Relevanz:

Für Anleger vervielfacht ein Hebel Gewinne und Verluste gleichermaßen: Ein Faktor-Zertifikat mit Hebel 2 auf die Aktie von Mercedes-Benz gewinnt rund 2 %, wenn die Aktie an einem Tag 1 % zulegt. Fällt sie um 1 %, gibt das Zertifikat um rund 2 % nach. Weil viele Hebelprodukte täglich neu auf ihren Faktor eingestellt werden, weicht die Wertentwicklung des Zertifikats über mehrere Tage oft deutlich vom Doppelten der Kursentwicklung der Aktie ab. Einen Hebel bieten etwa Optionsscheine sowie Knock-out- und Faktor-Zertifikate. Hedgefonds erzeugen ihn auch mit Krediten.

Verwandte Begriffe:

Hedging

Definition:

Absicherung einer bestehenden Anlage gegen ungünstige Preis-, Kurs- oder Währungsentwicklungen durch ein gegenläufiges Geschäft.

Relevanz:

Für Anleger begrenzt ein Hedge mögliche Verluste, kostet aber Geld oder Ertrag. Wer sein Aktienportfolio etwa mit einer Put-Option auf einen Aktienindex absichert, erhält bei fallenden Kursen einen Ausgleich. Bleibt der Kurseinbruch aus, ist die gezahlte Prämie verloren. Häufig abgesichert werden auch Währungsrisiken, damit Wechselkursschwankungen nicht auf die Rendite in Euro durchschlagen. Bei LIQID dürfen in CORE Select Termingeschäfte zur Absicherung eingesetzt werden, etwa gegen Währungsrisiken. Hedgefonds sind dort eine eigene Anlageklasse. SAVE Income sichert alle Fremdwährungspositionen vollständig in Euro ab.

Verwandte Begriffe:

Hochzinsanleihen

Definition:

Anleihen von Unternehmen oder Staaten mit geringerer Kreditwürdigkeit, die dafür einen höheren Kupon zahlen als solide Schuldner.

Relevanz:

Für Anleger ist der höhere Zins der Ausgleich für ein höheres Ausfallrisiko: Kann der Schuldner nicht mehr zahlen, droht ein teilweiser oder vollständiger Verlust. Als hochverzinslich gelten Anleihen mit einem Rating unter BBB- (bei Moody’s Baa3), also unterhalb des Investment-Grade-Bereichs. Ihre Kurse schwanken stärker mit der Konjunktur als die von Staatsanleihen mit gutem Rating. Bei LIQID enthält SAVE Income neben Staats- und Unternehmensanleihen auch Hochzins- und Schwellenländeranleihen. Fremdwährungspositionen sichert das Portfolio vollständig in Euro ab.

Verwandte Begriffe:

ISIN

Definition:

Zwölfstellige, international einheitliche Kennnummer, mit der sich ein Wertpapier eindeutig identifizieren lässt.

Relevanz:

Für Anleger ist die ISIN der sicherste Weg, beim Kauf genau das gewünschte Wertpapier auszuwählen, etwa eine bestimmte Anteilsklasse eines ETFs. Sie besteht aus einem zweistelligen Ländercode, einer neunstelligen nationalen Kennnummer und einer Prüfziffer. Die Aktie von SAP etwa trägt die ISIN DE0007164600.

Verwandte Begriffe:

Industrieländer

Definition:

Staaten mit hohem Einkommen, weit entwickelter Wirtschaft und etablierten Finanzmärkten, etwa die USA, Japan oder die meisten Länder Westeuropas.

Relevanz:

Für Anleger ist die Einteilung in Industrie- und Schwellenländer vor allem bei Indizes wichtig: Indexanbieter wie MSCI trennen beide Gruppen, und der MSCI World bildet ausschließlich Aktien aus Industrieländern ab. Obwohl andere Regionen an Bedeutung gewinnen, entfällt auf die Industrieländer noch immer der Großteil des weltweiten Aktien- und Anleihemarkts.

Kapitalertragsteuer

Definition:

Steuer auf Zinsen, Dividenden, Kursgewinne und andere Anlageerträge, die die depotführende Bank direkt einbehält und an das Finanzamt abführt.

Relevanz:

Für Anleger ist die Steuer mit dem Abzug in der Regel abgegolten: Kapitalerträge müssen dann nicht mehr in der Steuererklärung angegeben werden. Sie beträgt 25 %. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf diese Steuer und gegebenenfalls Kirchensteuer, ohne Kirchensteuer also 26,375 %. Bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € im Jahr bleiben Erträge steuerfrei, wenn ein Freistellungsauftrag vorliegt. Bei LIQID wird die Kapitalertragsteuer automatisch einbehalten.

Kinderdepot

Definition:

Wertpapierdepot, das auf den Namen eines Minderjährigen läuft und bis zu dessen Volljährigkeit von den Eltern verwaltet wird.

Relevanz:

Für Anleger ist ein Kinderdepot ein Weg, früh Vermögen für ein Kind aufzubauen, ohne die Verwaltung vor dessen Volljährigkeit abzugeben. Das eingezahlte Geld gehört rechtlich dem Kind und darf nicht für eigene Zwecke der Eltern entnommen werden. Die Erträge werden dem Kind zugerechnet, sodass sein eigener Sparer-Pauschbetrag gilt. Bei LIQID ist auch ein Kinderdepot möglich.

Legitimation

Definition:

Prüfung der Identität eines Kunden anhand eines amtlichen Ausweises, die Banken und Finanzdienstleister vor Beginn einer Geschäftsbeziehung vornehmen müssen.

Relevanz:

Für Anleger ist die Legitimation ein Pflichtschritt bei jeder Depot- oder Kontoeröffnung: Das Geldwäschegesetz verlangt sie, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Sie stellt zugleich sicher, dass nur der rechtmäßige Inhaber über ein Depot verfügen kann. Üblich sind das Postident-Verfahren in einer Postfiliale, eine Videoidentifizierung oder der Personalausweis mit Onlinefunktion. Bei LIQID legitimieren sich Kunden ausschließlich digital über IDnow.

Liquidität

Definition:

Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln und zugleich die Eigenschaft einer Anlage, sich schnell und ohne großen Preisabschlag zu Geld machen zu lassen.

Relevanz:

Für Anleger zeigt die Liquidität, wie schnell sie im Bedarfsfall an ihr Geld kommen: Bargeld, Girokonto und Tagesgeld sind sofort verfügbar, börsengehandelte Aktien und ETFs meist innerhalb weniger Tage. Festgeld ist erst am Ende der Laufzeit verfügbar, und Anteile an Private-Equity- oder Immobilienfonds lassen sich oft über Jahre nicht oder nur mit Abschlag verkaufen. Weniger liquide Anlagen können dafür höhere Renditen bieten. Dieser Aufschlag heißt Illiquiditätsprämie. Bei LIQID ist SAVE Income für Kapital gedacht, das in den nächsten sechs Monaten bis drei Jahren verfügbar bleiben soll: Verkäufe lassen sich täglich in Auftrag geben.

MSCI-ESG-Rating

Definition:

Einstufung von Unternehmen durch MSCI ESG Research auf einer Skala von AAA bis CCC danach, wie gut sie mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Risiken umgehen.

Relevanz:

Für Anleger ist das Rating eine verbreitete Grundlage für nachhaltige Fonds und Indizes. Es misst allerdings, wie widerstandsfähig ein Unternehmen gegenüber finanziell relevanten ESG-Risiken ist, nicht seinen positiven Beitrag zu Umwelt oder Gesellschaft. Weil andere Anbieter andere Kriterien anlegen, kann dasselbe Unternehmen unterschiedlich bewertet werden. Bei LIQID stützt sich die Fondsauswahl für CORE Future auf ein Konsensrating aus den Bewertungen mehrerer ESG-Anbieter, das das Institut für Vermögensaufbau quartalsweise ermittelt.

Managerauswahl

Definition:

Auswahl der Fondsmanager, denen ein Anleger oder Vermögensverwalter Kapital anvertraut, anhand von Strategie, Ergebnissen, Kosten und Organisation.

Relevanz:

Für Anleger zählt die Managerauswahl vor allem dort, wo die Ergebnisse der Manager weit auseinanderliegen: Bei Buy-out-Fonds erzielten die besten 25 % der Fonds in den fünfzehn Jahren bis März 2026 im Schnitt 21,9 % p. a., der Index über alle Buy-out-Fonds 14,4 % p. a. Die bisherige Rendite allein ist dabei kein verlässliches Kriterium. Ebenso wichtig für die Auswahl sind eine klare Strategie, konsequentes Risikomanagement, ein stabiles Team und die Frage, ob die Manager eigenes Geld investieren. Bei LIQID setzt das Investment-Team in CORE Select aktive Fonds nur dort ein, wo aktive Manager erfahrungsgemäß einen Mehrwert gegenüber einem ETF bringen, und ersetzt einen Fonds, sobald er seine Aufgabe im Portfolio nicht mehr erfüllt. In den übrigen Marktsegmenten setzt das Team ETFs ein.

Maximum Drawdown

Definition:

Größter prozentualer Wertverlust einer Anlage vom Höchststand bis zum anschließenden Tiefststand innerhalb eines betrachteten Zeitraums.

Relevanz:

Für Anleger zeigt der Maximum Drawdown, welchen Verlust sie im ungünstigsten Fall hätten hinnehmen müssen, wenn sie zum Höchststand gekauft und zum Tiefststand verkauft hätten. Anders als die Volatilität, die Schwankungen nach oben und unten gleich gewichtet, erfasst der Maximum Drawdown nur Verluste. Große Verluste wiegen schwerer, als ihre Höhe vermuten lässt: Nach einem Rückgang um 50 % braucht eine Anlage einen Gewinn von 100 %, um den Ausgangswert wieder zu erreichen.

Nennwert

Definition:

Betrag, auf den ein Wertpapier lautet, bei Anleihen also die Summe, die am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird.

Relevanz:

Für Anleger ist der Nennwert bei Anleihen die Bezugsgröße für Kurs und Zins: Der Kurs wird als Prozentsatz des Nennwerts angegeben und kann über oder unter 100 % liegen. Der Zins wird ebenfalls auf den Nennwert gezahlt. Wer eine Anleihe zu einem Kurs unter 100 % kauft und bis zum Ende der Laufzeit hält, erzielt zusätzlich zum Zins einen Kursgewinn, bei einem Kauf über 100 % entsprechend einen Kursverlust. Bei Aktien spielt der Nennwert kaum eine Rolle: In Deutschland geben die meisten Unternehmen Stückaktien ohne Nennwert aus.

Passives Management

Definition:

Anlageansatz, der die Wertentwicklung eines Marktes oder Index möglichst genau und kostengünstig nachbildet, statt zu versuchen, sie zu übertreffen.

Relevanz:

Für Anleger bedeutet passives Management niedrige Kosten und eine Rendite, die der des Marktes nach oben wie nach unten folgt. Umgesetzt wird es meist mit ETFs, die einen Index nachbilden, ohne Wertpapiere nach eigener Einschätzung auszuwählen. Auch ein passives Portfolio braucht Pflege: Weil sich die Gewichte der Anlageklassen mit den Kursen verschieben, wird es regelmäßig auf seine Zielgewichtung zurückgeführt (Rebalancing). Bei LIQID folgen CORE Global und CORE Future einem passiven, regelbasierten Anlagestil. Ein Algorithmus prüft die Zusammensetzung der Portfolios täglich und stellt die Zielgewichtung wieder her, wenn festgelegte Schwellen überschritten werden.

Performance Fee

Definition:

Erfolgsabhängige Vergütung, die ein Fondsmanager oder Vermögensverwalter zusätzlich zur laufenden Gebühr erhält, wenn er eine festgelegte Wertentwicklung übertrifft.

Relevanz:

Für Anleger schmälert eine Performance Fee den Ertrag gerade in guten Jahren. Sie kommt meist zur festen Verwaltungsgebühr hinzu. Häufig fällt sie erst an, wenn der Manager seine Benchmark oder eine Vorzugsrendite (Hurdle Rate) übertrifft. Oft gilt dabei eine High-Water-Mark: Frühere Verluste müssen zuerst aufgeholt werden. Eine Performance Fee kann Manager zudem dazu verleiten, höhere Risiken einzugehen, um die Schwelle für die Gebühr zu überschreiten.

Portfolio

Definition:

Gesamtheit der Vermögenswerte, die ein Anleger hält, etwa Aktien, Anleihen oder Fonds.

Relevanz:

Für Anleger kommt es weniger auf die einzelnen Anlagen an als auf ihr Zusammenspiel: Wie ein Portfolio auf Anlageklassen, Regionen und Branchen verteilt ist, bestimmt seine Rendite und sein Risiko weitgehend. Der Anleger kann es selbst steuern oder einem Vermögensverwalter übertragen, der es nach einer vereinbarten Strategie führt. Bei LIQID gibt es CORE Global, CORE Future und CORE Select in jeweils zehn Risikoklassen.

Rendite

Definition:

Jährlicher Gesamtertrag einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, einschließlich Zinsen, Dividenden und Kursveränderungen.

Relevanz:

Für Anleger zählt vor allem die Rendite nach Kosten und Steuern: Laufende Gebühren und Steuern schmälern den Ertrag Jahr für Jahr, ein Ausgabeaufschlag schon beim Kauf. Über lange Zeiträume wirkt der Zinseszinseffekt: Erträge, die wieder angelegt werden, erzielen selbst Erträge. Eine höhere erwartete Rendite geht in der Regel mit einem höheren Risiko einher. Bei LIQID werden Renditen stets nach Kosten ausgewiesen.

Rendite-Risiko-Profil

Definition:

Kombination aus den Ertragschancen einer Anlage oder eines Portfolios und den Risiken, die damit verbunden sind – etwa Schwankungen, Verluste oder Kapitalbindung.

Relevanz:

Für Anleger ist das Rendite-Risiko-Profil die Grundlage, um Anlagen fair zu vergleichen: Eine höhere Rendite ist nur dann die bessere Wahl, wenn das zusätzliche Risiko zum eigenen Anlegerprofil passt. Ein höheres Risiko garantiert dabei keine höhere Rendite. Zu seiner Beurteilung gehören die erwartete Rendite nach Kosten, die Volatilität, der Maximum Drawdown und risikoadjustierte Kennzahlen wie die Sharpe-Ratio. Bei LIQID gibt es jedes CORE Portfolio in zehn Risikoklassen, sodass sich das Rendite-Risiko-Profil an das Anlegerprofil anpassen lässt.

Tagesgeld

Definition:

Bankeinlage mit variablem Zinssatz, über die der Anleger jederzeit verfügen kann.

Relevanz:

Für Anleger ist Tagesgeld ein sicherer Parkplatz für Geld, das kurzfristig verfügbar bleiben soll: Guthaben sind bis 100.000 € pro Kunde und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Die Bank kann den Zins jederzeit ändern, und nach Abzug der Inflation bleibt vom Zins oft wenig übrig. Bei LIQID ist SAVE Income eine flexible Tagesgeld-Alternative: ein aktiv gesteuertes Portfolio aus Geldmarkt- und Anleihefonds mit einer erwarteten Rendite nach Kosten von 2,8 % p. a., deutlich über dem aktuellen Tagesgeldniveau von meist 0,5 bis 1,0 % p. a. Anders als der Tagesgeldzins ist diese Rendite nicht garantiert. Bis ein Verkauf vollständig abgewickelt ist, vergehen in der Regel bis zu vier Tage.

Tracking Error

Definition:

Kennzahl, die angibt, wie stark die Wertentwicklung eines Fonds im Zeitverlauf um die seines Vergleichsindex schwankt.

Relevanz:

Für Anleger zeigt der Tracking Error, wie genau ein ETF seinen Index nachbildet: Je niedriger der Wert, desto verlässlicher folgt der Fonds seinem Index. Bei aktiven Fonds ist ein höherer Tracking Error erwünscht, denn nur wer vom Index abweicht, kann ihn übertreffen. Wer abweicht, kann aber auch hinter ihm zurückbleiben. Berechnet wird der Tracking Error als Standardabweichung der Renditedifferenz zwischen Fonds und Index.

Verwaltungs- und Transaktionskosten

Definition:

Laufende Kosten für die Steuerung eines Portfolios und für Kauf, Verkauf und Verwahrung der Wertpapiere darin.

Relevanz:

Für Anleger gehören die Verwaltungs- und Transaktionskosten neben den Produktkosten der Fonds zu den Gesamtkosten, die ein Vermögensverwalter vor Vertragsschluss offenlegen muss. Werden Handel und Verwahrung einzeln abgerechnet, steigen die Kosten mit jeder Umschichtung. Mit einer Pauschale bleiben sie dagegen planbar. Bei LIQID deckt die Verwaltungsgebühr Depotführung, Handel und die laufende Steuerung ab. Separate Verwaltungs- oder Transaktionskosten fallen nicht an.

Verwaltungsgebühr

Definition:

Laufende Vergütung für das Management eines Fonds oder Portfolios, berechnet als Prozentsatz des angelegten Vermögens.

Relevanz:

Für Anleger fällt die Verwaltungsgebühr Jahr für Jahr an, auch in Verlustjahren, und schmälert so die Rendite. Bei Fonds ist sie Teil der laufenden Kosten, die das Basisinformationsblatt ausweist. Bei Private-Equity-Fonds bezieht sie sich häufig auf das zugesagte statt auf das investierte Kapital. Bei LIQID deckt die Verwaltungsgebühr in den CORE und SAVE Portfolios Depotführung, Handel und die laufende Steuerung ab. Hinzu kommen die Produktkosten der eingesetzten Fonds. Für den Anteil des Portfolios, der in Fonds von LIQID angelegt ist, fällt keine zusätzliche Verwaltungsgebühr an.

Xetra-Gold

Definition:

Börsengehandelte Inhaberschuldverschreibung der Deutsche Börse Commodities, die je Stück den Anspruch auf ein Gramm Gold verbrieft und physisch hinterlegt ist.

Relevanz:

Für Anleger verbindet Xetra-Gold die Entwicklung des Goldpreises mit dem Handel über die Börse, ohne dass sie Barren selbst lagern müssen. Anleger haben zudem einen Anspruch auf Auslieferung des Goldes. Gewinne sind nach einer Haltedauer von mehr als einem Jahr steuerfrei, weil der Bundesfinanzhof Xetra-Gold steuerlich wie physisches Gold behandelt. Bei LIQID bildet Xetra-Gold in fast allen Risikoklassen der CORE Portfolios den Goldanteil, der das jeweilige Portfolio breiter streuen soll.

Verwandte Begriffe:

firstfive

Definition:

Bankenunabhängiges Controlling- und Rankinginstitut, das reale, anonymisierte Kundendepots von Vermögensverwaltern nach Rendite, Risiko und Kosten vergleicht.

Relevanz:

Für Anleger bieten die Rankings von firstfive einen unabhängigen Vergleich von Vermögensverwaltern, der die Rendite nach Kosten gemeinsam mit dem Risiko betrachtet. Dabei berechnet firstfive zeitgewichtete Renditen nach allen Kosten, ordnet die Depots nach ihrer historischen Volatilität vier Risikoklassen zu und bestimmt die Rangfolge nach der Sharpe-Ratio. Historische Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Bei LIQID dienen die Vergleichsindizes von firstfive, also die Durchschnittswerte vergleichbarer Vermögensverwalter, als Maßstab für die Wertentwicklung der CORE Portfolios.